Autogenes Training & Lernen: Die persönliche kleine Auszeit

Ein Interview von Stefanie Heine (HRM) mit Verena Bürkler

Autogenes Training, Entspannung, Achtsamkeit
Entspannen mit Herz...

Lebenslanges Lernen heisst, aus dem Hamsterrad des Informationsflusses nicht rauszukommen. Ständig Neues zu verarbeiten, Infos zu verknüpfen und Ergebnisse einzuordnen ist eine indiskutable Notwendigkeit unserer Zeit. Kein Wunder, wenn es sich manchmal anfühlt, als würde sich der Kopf knäueln. Wir haben mit Verena Bürkler über eine wirksame Methode für die innere Balance gesprochen. Sie ist Trainerin für Autogenes Training. Im Interview stellt sie Grundsätze vor und verrät, was sie selbst an den Übungen begeistert.

 

Frau Bürkler, Autogenes Training ist vielen Menschen ein Begriff. Doch nicht ebenso viele Personen praktizieren es auch. Welche Vorbehalte gibt es Ihrer Erfahrung nach gegenüber dieser Entspannungstechnik?

Der Begriff „Autogenes Training“ weckt die unterschiedlichsten Vorstellungen. Wenige kennen die Methode und ihre Wirkweise. Sie haben das Gefühl, das Autogene Training sei aufwendig und teilweise esoterisch. In Tat und Wahrheit handelt es sich aber um eine prägnante, konzentrative und rasch zu erlernende Entspannungsmethode. Die Ausübung erfordert keinerlei Hilfsmittel. Zudem ist die Wirkungsweise wissenschaftlich sehr gut fundiert. So haben Dr. Sirko Kupper und Friedhelm Stetter bereits im Jahr 2002 eine Metaanalyse von Studienpublikationen zum Autogenen Training für die Jahre 1952 bis 1999 veröffentlicht, welche die positiven Effekte belegt.